Haben Sie Anregungen zu dieser Chronik oder möchten Sie daran mitarbeiten:

 

Hier finden Sie uns

Chronik-Team des Ortsbeirats Sterbfritz
Vor der Stephanskuppe 11
36391 Sinntal

 

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

06664 7419 06664 7419

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

Links

Sterbfritzer Dorfchronik
Sterbfritzer Dorfchronik

Wie Sterbfritz zu seinem Namen kam

Die Sage von der Entstehung des Ortsnamens „Sterbfritz“

 

Vor vielen Jahren, als wieder einmal ein heißer Sommer ins Land gekommen war, kehrte ein Reitersmann mit seinem Rösslein aus einem Krieg heim. Die langen Jahre und die vielen Entbehrungen hatten Ross und Reiter arg mitgenommen. Der treue Rappe war alt und müde, und sein einst so glattes, schimmerndes Fell war grauhaarig und rau geworden. So zogen denn die beiden Kriegskameraden gesenkten Hauptes weiter.

 

Als sie nun dem Landrücken, der alten Wasserscheide zwischen Fulda und Kinzig, näher kamen, wurde der Gang des Tieres immer langsamer, und seine Schritte wurden matter und matter. Am Drasenberg aber blieb der müde Gaul stehen und wollte nicht mehr weiter, sosehr sich auch sein Herr um ihn mühte und ihm frische, saftige Kräuter reichte. Endlich hielt er ihm die letzten Haferkörner hin und lockte ihn mit den Worten: „Komm, Fritz! Wirst mich doch jetzt nicht im Stich lassen!“ und der alte, treue Kampfgefährte vieler Schlachten hob seine brüchigen Hufe und trottete weiter. - Der Ort aber, der später an dieser Stelle entstand, bekam den Namen „Gomfritz“.

 

Reitersmann und Ross gelangten dann zur Kinzig. Unerbittlich brannte die Sonne hernieder und setzte den beiden hart zu. Nur mühselig schleppten sie sich das obere Kinzigtal entlang. Als schließlich die Höhe an der Kinzigquelle erreicht war, stürzte das völlig ausgepumpte Pferd zu Boden. Vor Schmerzen zuckend, lag es in den letzten Zügen. Hilflos musste der raue Krieger mit ansehen, wie sich die Not seines treuen Tieres mehrte. Da beugte er sich voll erbarmenden Mitleids zu ihm nieder. Abschied nehmend streichelte noch einmal seine Hand den noch immer edlen Kopf des Pferdes, und mit bewegter Stimme flüsterte er: „Sterb, Fritz! Dann hast du endlich deine Ruh!“ und das Rösslein folgte auch diesmal getreu den Worten seines Herrn und verschied. - Der Ort aber, der an der Stätte dieser Begebenheit entstand, erhielt den Namen „Sterbfritz“ und wurde ein großes Dorf.

 

 

Kinzigquelle
Druckversion Druckversion | Sitemap
© sterbfritz-chronik.de